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Die Pagoden von Yangon

Die Pagoden von Yangon

In unserem Bett im Best Western Hotel schläft es sich einfach wunderbar. Heute ist nicht nur der letzte Tag in Yangon sondern auch schon der letzte Tag in Myanmar. Morgen geht es weiter nach Thailand, an den Strand von Koh Samui. Die Zeit vergeht auch auf Reisen sehr schnell. Genau sieben Wochen sind wir heute unterwegs. Herrlich. :-) Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns heute auf zu Fuß die Umgebung zu erkunden. Nicht umsonst haben wir uns ein Hotel im Zentrum genommen. Wie bereits erwähnt war Myanmar ja lange Zeit britische Kolonie und Yangon wurde damals von den Briten zur Hauptstadt gemacht. Dementsprechend gibt es auch noch zahlreiche Gebäude im Baustil der Kolonialzeit. Zumindest findet man diese Aussage in beinahe jedem Reiseführer zur Stadt. Grundsätzlich stimmt das zwar, die Gebäude sind aber zum Großteil ungepflegt, verschmutzt oder gar baufällig. Den viel gepriesenen Charme der Kolonialzeitarchitektur verspüren Armin und ich leider nicht. Das schönste Gebäude ist der ehemalige Sitz des Obersten Gerichtshofes am Rande des Mahabandoola-Parks. Der backstein-rote Bau mit seinem Glockenturm wirkt neben dem weißen Rathaus, dass in burmesischer Architektur erbaut wurde und gegenüber den modernen Hochhäusern etwas fehl am Platz.

Yangun Rangun Myanmar Burma Shwedagon Sule Pagode Circle Train Zug Architektur Chinatown

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Im Park stoßen wir auf einen Nutella-Promotion-Stand. Offensichtlich versucht unsere ehemalige Lieblings-Haselnusscreme in Asien Fuß zu fassen. So oft findet man die nämlich hier nicht. Warum ehemalig? Naja, zum einen wurde das Rezept geändert und zum anderen war da ja noch was mit Palmöl, wenn ihr euch recht erinnert oder? ;-) Armin hat sichtlich Spaß, versucht sich als Promoter und tanzt im Park rum. :-)

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Der große Turm in Mitten des Parks ist das Unabhängigkeitsdenkmal des Landes. Der 50 Meter hohe Obelisk soll an die 1948 errungene Unabhängigkeit nach 100-jähriger britischer Besatzung erinnern.

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Eine Ecke weiter befindet sich die Sule-Pagode. Ja, unglaublich, wir haben noch nicht genug von Pagoden. :D Ok, eigentlich schon, aber wenn wir schon einmal hier sind… Das Besondere an dieser Pagode ist, dass sie inmitten eines Kreisverkehrs steht. Oder besser gesagt: Man hat die Straßen einfach rundherum gebaut und einen Kreisverkehr daraus gemacht. :D  Leider haben wir vergessen ein Foto von außen zu machen, damit man sieht wie die Autos den Tempel umrunden. Aber ihr könnt das ja googeln. :-) Die Pagode selbst ist hauptsächlich eines: Golden. Alles was wir erblicken ist vergoldet oder mit Edelsteinen besetzt. Im Sonnenlicht glitzert es. Aber irgendwie ist das auch nichts Besonderes mehr. Wir sitzen in der Sule-Pagode und denken uns: „Den Eintritt von 3.000 Kyat pro Person ist es eigentlich nicht wert.“

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Also machen wir uns auf Richtung Fluss, die Stadt liegt nämlich am Delta des Irrawaddy, auf dem wir schon mit dem Schiff von Mandalay nach Bagan gefahren sind. Aber auch hier springt der Funke nicht auf uns über. Irgendwie verzaubert uns Yangon leider nicht.

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Da schon wieder der Sonnenuntergang naht, machen wir uns zum Highlight der Stadt auf. Die Shwedagon-Pagode. Sie ist das religiöse Zentrum des Landes und eine der berühmtesten Stupas der Welt. Also Pflichtprogramm für jeden Touristen. Da die Pagode doch etwas weiter weg ist und wir in der Hitze nicht vergehen wollen, schnappen wir uns wieder ein Taxi via Grab. Das bringt uns zwar in die Nähe, aber aufgrund des Verkehrs, der gerade kollabiert, steigen wir bereits kurz vorher wieder aus. Wenn man sich über 10 Minuten nicht vom Fleck bewegt, ist man zu Fuß dann wohl doch schneller. :-)

Gleich neben unseren Ausstieg befindet sich eine weitere goldene Pagode. Auf der Brücke zum Eingang lungern mehrere dutzend Tauben rum. Kleinkind Armin macht was alle Kinder machen: Er läuft mitten in den Taubenschwarm. :-)

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Wir finden heraus, dass wir vor der Maha Wizaya Pagode stehen, auch Maha Vijaya Pagode genannt. Da wir ausnahmsweise mal keinen Eintritt bezahlen müssen, beschließen wir, der Pagode eine Chance zu geben. Und wir werden nicht enttäuscht. Die Pagode ist sagenhaft. Die Schönste, die wir bisher bestaunen durften. Die Pagode wurde erst 1980 durch Spendengelder von Buddhisten aus aller Welt erbaut und ist eine architektonische Mischung aus traditionellen und modernen Elementen. Im Vergleich zu den üblichen Stupas ist diese hier in der Mitte hohl. Dort befindet sich ein Gebetsraum mit einer Buddha-Statue in der Mitte. Die Decke ist geschmückt mit Abbildungen verschiedenster Tiere (vom Krokodil bis zum Elefanten ist fast alles dabei). Noch viel beeindruckender ist aber die Deckenbemalung der Eingänge zur Stupa. In prächtigen Farben werden hier Abschnitte aus dem Leben Buddhas dargestellt. Wir sind begeistert. :-)

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Nach diesem unerwarteten Highlight machen wir uns auf zur Shwedagon Pagode, die nur wenige Minuten Fußweg entfernt liegt. Der Legende nach ist die Pagode schon 2.500 Jahre alt, zumindest wird das von den Mönchen behauptet. Archäologen datieren das Bauwerk irgendwo zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert nach Christus. Aber ist ja fast das gleiche. :-) Der Weg zum Eingang ist bereits Teil der Tempelanlage, in dem sich mehrere Verkaufsstände aneinanderreihen. Der Eintritt fällt hier mit 10.000 Kyat, also ca. 5,40€ pro Person vergleichsweise hoch aus. Da meine Leggins  leider keine ausreichende Beinbekleidung sind, leih ich mir noch einen Longyi aus. Die Anlage dieser Pagode ist riesig. Die Tempelanlage erstreckt sich auf fünf Hektar! Wir sehen uns aber nur den Hauptteil an. Die Hauptstupa befindet sich in der Mitte der Anlage und ist von 60 kleineren und vier etwas größeren Stupas umgeben. Das Gewicht des Blattgoldes, mit der die Hauptstupa bedeckt ist, wird auf 60 Tonnen geschätzt und an deren Spitze soll sich ein 76-karätiger Diamant befinden. „Soll“ deshalb, weil wie wir dieses goldene Meisterwerk bestaunen, sich die Stupa gerade in Renovierung befindet. :D Die Spitze der Stupa ist von Gerüst bedeckt. Somit erleben wir leider auch nicht das vielgepriesene Lichtspiel bei Sonnenuntergang, bei dem die Anlage in allen Gold-Varianten erstrahlen soll. Kann man nichts machen, wir sind trotzdem beeindruckt. Und zwar nicht nur von der Schönheit der Tempelanlage, sondern auch von der Anzahl an Menschen. Vor allem sehr viele Burmesen kommen hier her um zu beten und Opfergaben darzubringen. Auch einige Unternehmen entdecken wir, die wohl hier eine Art Firmenfeier veranstalten. Armin schwindelt sich sogar auf ein Gruppenfoto. :-)

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Als wir länger an einer Buddha-Statue verweilen kommen wir mit einem jungen Burmesen neben uns ins Gespräch. Er arbeitet als Elektriker, hat aber eigentlich englische Literatur studiert und spricht die Sprache entsprechend gut. Von ihm erfahren wir, dass die Spitze der Stupa gerade abgeschliffen wird. Diese Prozedur wird ca. alle vier Jahre gemacht. Dann kann die Stupa wieder mit neuem Gold beklebt werden. Sonne, Regen & Co. machen dem Gold zu schaffen, wodurch die regelmäßigen Renovierungsarbeiten notwendig sind. Des Weiteren können wir uns auch noch ein bisschen über das Land und sein Bildungssystem austauschen. Steuern gibt es in Myanmar erst seit Kurzem, aber sie sind nicht hoch. Die Zivilregierung versucht seit 2016 die Menschen raus aus den Baracken und in bessere Unterkünfte zu bringen. Denn in Myanmar ist es offiziell verboten auf der Straße zu leben. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, sollen die Menschen einen zinsfreien Kredit für ihre neue Wohnung bekommen, sie müssen nur 20% des Kaufpreises zu Beginn bezahlen. Da sich das aber viele nicht leisten können, funktioniert dieser Versuch die Wohnsituation zu verbessern, nur sehr schleppend. Ganz gut scheint es aber bei der Bildung zu laufen. Über 90% der Bevölkerung schließt mindestens die Volksschule ab. Das freut uns.

Nachdem wir nun doch länger als gedacht bei dieser Pagode verweilt haben und sich schön langsam der Hunger meldet, machen wir uns auf Richtung Chinatown. Wir landen in einem ganz nett aussehenden Lokal, dass die Klimaanlage so stark aufgedreht hat, dass wir das Gefühl haben, wir sitzen im Eiskasten. An die starke Klimatisierung in Asien sind wir zwar mittlerweile gewöhnt, dieses Lokal übertreibt es aber vollkommen. Ich friere während des Essens und so gehen wir auch gleich danach wieder. Zurück im Hotel packen wir unsere Sachen, da unser Flugzeug ja morgen bereits um 5.45 Uhr losstartet. Zwei Wochen Strandurlaub auf Koh Samui wartet auf uns. Die letzten Wochen waren doch sehr kräftezerrend und daher freuen wir uns schon sehr darauf, unter Palmen zu entspannen – und natürlich auf thailändisches Essen. :-)

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Als wir im Bett liegen fragt Armin ganz nebenbei wie denn das Wetter in den nächsten Tagen auf Koh Samui wird (edit Armin: Ich habe die Zielauswahl ganz Raphaela überlassen, sie war zuständig, dies war so vermittelt und abgesprochen. Ich musste mich nicht kümmern, lediglich buchen. Mich trifft keine Schuld an dieser katastrophalen und niemals zu rechtfertigenden Fehlentscheidung epischen Ausmaßes. :-) ). Da ich das bisher nicht nachgesehen habe, google ich gleich mal, in freudiger Erwartung auf 30 Grad und Sonnenschein. Ich sollte mich noch nie im Leben so getäuscht haben. Es stellt sich heraus, dass November Regenzeit in Süd-Thailand herrscht. Egal ob Koh Samui, Krabi oder Phuket. In den nächsten Tagen ist überall Stark-Regen angesagt. Diesmal ist mir definitiv mehr nach Weinen als nach Lachen zumute. Nach weiteren Recherchen ist klar: Nach Koh Samui fliegen bringt nichts, denn der erträumte Strandurlaub wird buchstäblich ins Wasser fallen. Armin storniert das bereits gebuchte Hotel (Bungalow am Strand…) und bittet um kostenfreien Rücktritt der Buchung. Wenn es blöd läuft, haben wir gerade 200€ in den Sand gesetzt. Wir beschließen, dass wir morgen zunächst nur den Flug nach Bangkok nehmen werden und den Weiterflug in den Süden verfallen lassen (edit Armin: Die 200€ hat Raphaela damit auf jeden Fall in den Sand gesetzt…). Alles Weitere muss sich morgen ergeben, denn in zwei Stunden läutet schon wieder der Wecker. Oh Mann…und wir hatten uns schon so auf Koh Samui gefreut. :-/

Comments


Barbara Hofer 11.16.2018

ooojehhh ober es gib viel schlimmers !!!!!!!!ess fintet sicher a ziel wous enk gfollt,ober mit Sonnenschein,glg

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