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Ein Tag in Hsipaw

Ein Tag in Hsipaw

Heute machen wir nichts. Denken wir. Auf jeden Fall machen wir nichts Besonderes. Denken wir auch. Wir waren in letzter Zeit sehr viel unterwegs, also entscheiden wir, einen ruhigeren Tag einzulegen, ein paar Sachen abzuarbeiten, den weiteren Reiseverlauf zu checken, Reisetagebuch zu verfassen… Wir verzichten darauf, eine Trekkingtour zu buchen, da der Wetterbericht für die ganze Woche miserabel aussieht (stellt sich nachher als Fehler heraus, Wetterbericht in Myanmar ist genauso unzuverlässig wie der italienische).

Erst schlafen wir aber einmal ein bisschen länger und zur Abwechslung sehr gut. Gegen 08:30 Uhr bekommen wir einen Anruf vom Hotelpersonal, ob wir denn nicht zum Frühstück kommen wollen, unsere Bekannten wären schon da. Da es Frühstück (leider) nur bis 9.00 Uhr gibt, finden wir das einerseits nachvollziehbar, auf der anderen Seite allerdings nicht sehr schlaffördernd. Aber nun sind wir ja schon wach und können frühstücken gehen (gar nicht schlecht, Nudeln, Reis, Brot, Eier (wir fressen zwei Tschechen die letzten beiden weg :-) ). Dabei ist ein kleiner Stubentieger ganz verrückt nach Streicheleinheiten.

Anschließend sortieren wir Fotos und lesen etwas. Gegen Mittag zieht es uns ins Dorf. Einerseits haben wir Hunger, andererseits möchte ich einen weiteren Versuch für Haare schneiden starten. Restaurant ist bald gefunden. Nach dem Essen geht Raphaela zurück ins Hotel um Tagebuch zu schreiben und ich versuche mein Glück beim Friseur. Der erste Männerfriseur (3 Jungs die vorher Haare geschnitten haben sitzen rum und sagen nur „no no no“), der Damenfriseur will mich auch nicht, der dritte Herrenfriseur (20m weiter) zeigt auf die andere Straßenseite und dort werde ich endlich fündig. :-)

Mutig legt der junge Mann los, kämmt meine Haare nach links und nach rechts und fragt sich augenscheinlich, wie er meine wenigen verbliebenen Haupthaare in etwas einigeraßen Ansehnliches verwandeln kann. Dann schneidet er los (erst mit einer viel zu schwachen Haarschneidemaschine, dann mit einer stumpfen Schere). Ich sitze vor dem Spiegel und finde, dass er seinen Job ganz gut macht. Nur die hygienischen Bedingungen sind (sagen wir mal) bedenklich. :-) Als der gute Mann dann zur Rasierklinge greifen will, die er auch bei meinem Vorgänger verwendet hat, winke ich dann doch ab. Wurde nämlich nicht desinfiziert und hat auch keine Wechselklingen. Man weiß ja nie. :-)

Ich bezahle 1.500 Kyat, also ca. 85 Cent. Im Hotel angekommen merke ich zwar, dass der gute Mann es mit dem Freischneiden der Ohren und des Nackens etwas zu gut gemeint hat, aber ansonsten finde ich meinen neuen Style aber durchaus gelungen. :-)

Ich spaziere noch etwas über den Markt und erfreue mich an den zahlreichen Ständen und Farben. Hsipaw gefällt mir. Hier ist das Leben noch sehr typisch und weit weg vom Massentourismus wie z.B. in Bagan.

Und dann komme sogar dazu, ein Fußballspiel zu sehen. Irgendetwas mit United spielt gegen einen GK FC. Und ich bin überrascht. Die Jungs sind echt gut drauf, technisch versiert, kämpferisch und lauffreudig. Bis zum Abpfiff erlebe ich noch 2 Tore (GK FC gewinnt 3:1) und freue mich zusammen mit den zahlreichen Zuschauern über das interessante Spiel (habe in der österreichischen Liga schlechtere Leistungen gesehen :-) ).

Den restlichen Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse, lesen, schreiben Artikel und lassen uns von einem sagenhaft untalentierten Gitarrenspieler (Gitarre spielt er gut, nur das mit dem Singen ist so eine Sache) mehrfach mit Wonderwall und den weiteren Klassikern der Backpacker-Szene beglücken.

Am Abend treffen wir Ivana wieder. Sie hat den ganzen Tag an Übersetzungen gearbeitet (die Reise muss ja auch verdient werden). Ich lese ein paar Zeilen, sie macht wirklich einen ausgezeichneten Job. Sollte also mal jemand Übersetzungen in Deutsch, Italienisch, Englisch oder Französisch brauchen, Ivana ist euer Typ. :-) (hier klicken für Homepage - unbezahlte Schleichwerbung).

Nach einem Abendessen im gleichen Lokal wie gestern. Dort entdecke ich hausgemachte Gnocchi mit Tomatensauße auf der Karte. Finde ich so witzig, dass ich sie bestelle. Und sie sind wirklich gut!!!

Dann verziehen wir uns ins Bettchen. Wir wollen fit sein, da die Zugfahrt nach Mandalay ansteht.

Comments


Siko 10.25.2018

Die Frisur passt schun für das Geld. 🤣🤣🤣

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