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Es regnet immer noch in Zhangjiajie

Es regnet immer noch in Zhangjiajie

Die Baustelle weckt uns doch nicht. Offensichtlich haben wir uns schneller an den Lärm gewöhnt als gedacht. :-) Es wird wieder 10.00 Uhr bis wir überhaupt einmal ans Zähneputzen denken. :D Es schüttet immer noch wie aus Kübeln. :-( Meine Wünsche hat der chinesische Wettergott offensichtlich nicht erhört. *Grummel* Armin äußert den Wunsch, sich eine ordentliche Regenjacke zu kaufen, da die Mitgebrachte leider nicht mehr den gewünschten Schutz gewährleistet. Bei einem Preis von 20€ und zahlreichen Waschgängen in den letzten fünf Jahren auch wenig verwunderlich. Und wenn man ehrlich ist, handelt es sich dabei auch um keine Regenjacke, sondern einen Windstopper. Aber Armin nimmts mit solchen Sachen nicht sooo genau. :-) 

So sieht es übrigens aus, wenn in China die Straße aufgegraben wird, um darunter ein Shoppingcenter zu bauen: 

Zhangjiajie National Park Avatar Mountain Tianmen Hiking Bakery

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Die nette Hotelbesitzerin und ihr Team erklären uns wo man Sportbekleidung kaufen kann und wir starten los, Robin Sparkles „Let’s go to the mall“ bereits als Ohrwurm im Kopf. :-) Im ersten Kaufhaus werden wir leider nicht fündig, da es für Männer ohnehin nur zwei Geschäfte zu geben scheint. Wir beschließen, dass es sich mit leerem Magen ohnehin nicht gut einkaufen lässt und gehen wieder Richtung Markt. Diesmal finden wir ein Lokal mit Bildern und bekommen wieder zwei Nudelgerichte und zu Armins großer Freude, frisch zubereitete Dumplings.

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Frisch gestärkt starten wir weiter in die nächste Mall. Hier sieht das ganze schon wesentlich besser aus und es gibt ein ganzes Stockwerk für Herrenbekleidung. Die Preise sind aber auf sehr gutem europäischem Niveau. Umgerechnet 150€ sind noch das untere Limit. Dann entdecken wir doch ein Geschäft, das offensichtlich gerade Ausverkauf hat. Armin probiert eine Funktionsjacke mit abnehmbarer Fließjacke innen drinnen. Um 500 Yuan also ca. 60€ absolut annehmbar. Armin beschließt auch noch gleich wegen neuer Sportschuhe zu schauen, da seine bei nasser Straße unglaublich rutschig sind. Das Schuh-Projekt ist allerdings ein wenig schwieriger. Armin hat Schuhgröße 44, in China offensichtlich eine Seltenheit. :D Im ersten Geschäft gibt es überhaupt nur Schuhe bis Größe 43, im zweiten haben sie immerhin zwei verschiedene Sportschuhe in dieser Größe. Das erste Paar ist zu klein. :D Ich denk mir schon: „Wenn die in China jetzt auch noch kleiner produzieren, dann findet der doch nie Schuhe mit seinen Quadratlatschen…!“ Das andere Paar passt aber glücklicherweise dann doch. Er bekommt nochmal einen Rabatt, da ein Schuh ein Zigarettenbrandloch in der Innensohle hat. :D Um 100 Yuan, also ca. 12€ kann man da wohl nicht meckern. Sportlich sieht er aus mein Mann, oder? :-)

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Auf dem Rückweg ins Hotel begegnen wir wieder zahlreichen kleinen Wägen, auf denen Kastanien gebraten werden. Für die Nicht-Süd-Tiroler unter uns: Maroni. (Entschuldige Armin, aber JEDER in Österreich sagt zu Edelkastanien Maroni und nicht „Keschten“. :D) Dass China ein hervorragendes Gebiet für Kastanien zu sein scheint, ist uns schon bei der großen Mauer aufgefallen. Dort wachsen sie zu einer Größe heran, die dem Süd-Tiroler Armin fast die Tränen in die Augen treibt. :-)

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Im Hotel erklärt uns die liebe Besitzerin unsere Wanderroute für den Nationalpark morgen. Offensichtlich muss man den Park gar nicht bewandern, sondern könnte sehr viel mit dem Shuttlebus befahren, ein Sessellift, ein Glaslift und auch ein kleiner Zug werden zusätzlich angeboten. Das meiste davon natürlich gegen Aufpreis. :D Armin ist überhaupt nicht erfreut wie er hört, dass man 2.000 Stufen raufgehen muss auf einen Aussichtspunkt. Zitat: „Noch nie musste jemand so viel leiden wie ich!“ :D Er wird es schon überleben, jetzt ist er ja gut ausgerüstet. :-)

Da der Regen einfach nicht aufhören will und wir doch Gewohnheitstiere sind, machen wir es uns wieder in der kleine Bakery von gestern gemütlich. Wir haben schließlich noch nicht alle Leckereien ausprobiert. :D Ich darf aber hier darauf hinweisen, dass uns heute schon prophezeit wurde, wir würden je zwei Sitzplätze bei der Heimreise brauchen, wenn wir so weitermachen. (Danke liebe Isabella! :D) Aber was sollen wir machen. Wenns morgen wieder regnet, müssen wir doch irgendwo bleiben. :-)

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Am Abend möchten wir uns wieder einmal eine Massage gönnen, damit wir morgen schön entspannt loslegen können. Wir fragen die nette Hotelbesitzerin um Rat und sie schnappt sich sogleich den Schirm und zeigt uns ein Studio. Das stellt sich leider als Flop heraus. Wir fahren mit einem Aufzug in den dritten Stock, das kommt uns schon eigenartig vor. Dort wird man in einer etwas düsteren Empfangshalle von einer jungend Dame mit sehr kurzem Rock begrüßt. Unsere Begleiterin übersetzt brav und ich frage nach einer Rückenmassage. Die würde es in Thai- als auch in chinesischer Ausführung geben um ca. 25€. Uns kommt die ganze Sache etwas dubios vor, das gnaze sieht mit den Bildern und den netten Damen doch sehr stark wie ein Club spezialisiert auf Happy Ends aus. :-) So beschließen wir, das Weite zu suchen. Wir machen uns auf eigene Faust auf ein Massagestudio zu finden, da Google einige in der Nähe anzeigt. Die gibt es allerdings nicht. Also landen wir in der Shopping-Mall. Dort gibt es nämlich eine Spielhölle, die wir bereits am Vormittag entdeckt haben. Armin war schwer begeistert. :-) Nachdem wir umgerechnet 50 Yuan in Spielmünzen umgetauscht haben, legen wir los. Aus dem ersten Spiel werden wir leider nicht schlau (irgendwie schießen unsere Flugzeuge nicht auf den Gegner), deshalb landen wir bei einem Shootergame, bei dem man Zombis erschießen muss. Das gefällt auch mir. Ich überlebe immerhin etwas länder als Armin. :-)

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Nachdem wir all unsere Münzen verspielt haben, möchte ich noch eine Kleinigkeit zu essen mit aufs Zimmer nehmen. In einer nahe gelegenen Gasse hat ein Herr seine mobile Küche aufgestellt. Mit Gasherd und sehr schwer aussehender Metallpfanne bereitet er Köstlichkeiten zu. Wir deuten ihm, dass wir das selbe wollen, wie die Dame vor uns und bekommen Reis mit Ei und etwas Gemüse. Es schmeckt herrlich! :-) Wohl gestärkt gehen wir zu Bett, da ja morgen der Wecker ausnahmsweise früher klingeln darf. 

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