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Im Elephant Village

Im Elephant Village

Heute ist es endlich so weit. Wir fahren zu unseren geliebten Elefanten, wir fahren ins „Elephant Village“. Aber zuvor muss ich ja noch klären, wie ich zu einem Visum für Vietnam komme. Da ich als Österreicherin nicht berechtigt bin ein eVisa zu beantragen, kann ich das Visum nur vorab an einer Botschaft machen lassen oder bei Einreise an einem der großen Flughäfen in Vietnam, z.B. in Hanoi. Wir wollen aber über den Landweg einreisen, somit fällt die letzte Option leider flach. Zur Vollständigkeit: Armin kann mit seinem italienischen Pass im Gegensatz zu mir sehr wohl das eVisa beantragen, das Gleiche gilt für deutsche Staatsbürger. Ich hab (ohne genaue Kontrolle) angenommen, dass für alle EU-Bürger die gleiche Regel gilt. Leider nein. Unsere Außenministerin ist wohl zu sehr damit beschäftigt, vor Putin den Hofknicks zu machen, anstatt Vorteile für ihre Bürger auszuhandeln…

So stehe ich pünktlich um 8.00 Uhr vorm vietnamesischen Konsulat und beantrage mein Visum. Normalerweise dauert das Prozedere drei Werktage. Dafür haben wir leider keine Zeit mehr, so wähle ich das 24-Stunden-Service, wodurch mich das Visum 65$ kostet also umgerechnet 57€ statt 44€. Kann man nichts machen, Hauptsache es ist morgen Früh fertig. Glücklicherweise sind die Mitarbeiter am Konsulat flott und so bin ich wieder pünktlich zurück im Hotel, da für ja fürs Elefantencamp abgeholt werden. Wie wir es in Laos mittlerweile gewöhnt sind, kommt der zwischen 8.30 und 9.00 Uhr angekündigte Pick-Up-Service erst um 9.00 Uhr. :D

Neben uns haben auch noch fünf ältere Franzosen das Zwei-Tage-Programm inklusive Übernachtung im Camp gebucht. Während der Fahrt ins 15km-entfernte „Elephant Village“ können wir auch die Baustelle zum Highspeedtrain bewundern, der zukünftig China mit Laos Hauptstadt Vientiane verbinden und auch in Luang Prabang Halt machen wird.

Im Village angekommen bekommen wir eine kurze Einführung zum Programmablauf. Da aber bereits zwei Exemplare unserer Lieblingsdickhäuter herumlaufen und darauf warten gefüttert zu werden, sind wir schnell abgelenkt. Wir schnappen uns Bananen und schon sind wir die besten Freunde der beiden Elefantendamen. Die jüngere der beiden ist so verfressen, dass sie im ganzen Camp rumstreunt und am liebsten an allen Pflanzen nagen würde, würden sie die Pfleger nicht davon abhalten und ihr wieder Bananen geben. :D Die Tiere sind so schön und lieb. Ach, wie haben wir euch vermisst!

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Zu unserer Unterkunft geht es wenige Minuten mit dem Boot am Fluss entlang. Von der Terrasse aus können wir weitere Elefanten beim Baden beobachten. Wir sind glücklich. :-)

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Zurück im Camp bekommen wir einen Crashkurs für Elefanten-Kommandos. Armin, der manchmal ein Gehirn wie eine Computerfestplatte hat, erinnert sich, dass dies die gleichen Kommandos sind wie wir sie vor fast vier Jahren in Thailand gelernt haben. :-) Danach geht’s auch gleich zum Probereiten, wo wir auf den beiden Elefantendamen eine kurze Runde durchs Camp drehen dürfen. Während Armin und ich uns sehr wohl auf den Tieren fühlen, tun sich unsere französischen Kollegen schon etwas schwerer und die meisten verzichten aus Scheu vor den (wirklich unglaublich lieben) Tieren auf einen Proberitt. Darauf gibt’s für die beiden Elefanten natürlich wieder was zu essen, was sonst? :D

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Aber wieso haben wir uns fürs „Elephant Village“ entschieden? Seit 2001 versucht man hier (wie auch in vielen anderen Camps in Laos) Elefanten aus der Holzbauindustrie zu befreien und sie in einen geschützten Lebensraum zurückzuführen. Aktuell finden zehn Elefanten hier ein zu Hause, die teilweise über 20 Jahre als Arbeitstiere gehalten wurden. Oft haben sie sich verletzt und waren für ihre Besitzer nicht mehr von Nutzen. Hier werden sie nun versorgt und gepflegt. Des Weiteren kommt das Personal und die Mahouts (Elefantenführer, wobei jeder Elefant seinen persönlichen Mahout hat und zwischen diesen oft eine sehr enge Bindung besteht) aus der unmittelbaren Umgebung. Somit werden hier auch Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung geschaffen. Da so ein Elefant eine teure Angelegenheit ist (benötigtes Futter am Tag: 250 kg!) ist man nicht nur auf Spenden angewiesen, sondern versucht auch durch einen sanften Tourismus den Elefanten ein ruhiges zu Hause zu geben. Korbreiten ist hier schon seit Längerem verboten (wie schon in einigen Elefantencamps in der Umgebung). Das Zwei-Tage-Erlebnis kostet inklusive Essen und Übernachtung 104€ pro Person (war ein Specialangebot mit 20% Rabatt für Spätbuchen :-) ). Den Preis finden wir angebracht und das „Elephant Village“ hatte im Internet durchwegs gute Kritiken.

Vor dem Mittagessen kommt noch das eigentliche Highlight des Tages. Wir lernen die anderen Elefanten kennen und dürfen mit ihnen eine kurzes Stück durch den Dschungel reiten. Auf der anderen Seite des Flusses warten sie schon auf uns. Ich darf auf einer 42-Jahre alten Elefantendame sitzen. Auf ihrem Kopf sieht man noch die Narben aus ihrer Zeit als Arbeitstier in der Holzbauindustrie. Seit 2004 darf sie sich mittlerweile hier im Dschungel vor Luang Prabang ausruhen. Der Ausritt dauert keine halbe Stunde, ist aber absolut ausreichend. Das Erlebnis ist wunderbar und sehr intensiv. Den Großteil der Zeit sitzen wir alleine auf unserem Elefanten. Die Mahouts gehen neben oder hinter uns her und beobachten, dass keiner ihrer Schützlinge abhaut bzw. einfach stehen bleibt weil ein Baum gerade lecker aussieht (was viel wahrscheinlicher ist). Die Tiere bewegen sich über den zum Teil matschigen Weg mit unglaublicher Leichtigkeit und viel Geschick. Ein weiterer Grund warum wir diese tollen Geschöpfe so lieben. Sehen Elefanten doch auf den ersten Blick nur groß und tollpatschig aus, sind sie unglaublich geschickte Tiere. Alleine ihnen beim Essen zuzusehen ist faszinierend. Sie stehen nämlich überhaupt nicht darauf, wenn eine Banane noch zu grün ist. Dann spucken sie die Banane wieder aus, treten am Rand der Schale, so dass diese aufspringt, schnappen sich die Bananen wieder mit dem Rüssel und testen schließlich am Fruchtfleisch, ob sie nicht doch essbar ist. :-)

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Nach diesem wunderbaren Erlebnis gibt es Mittagessen. Wir haben uns mittlerweile mit Michael aus Deutschland angefreundet, der die Halbtages-Tour gebucht hat. Er arbeitet beim Nachrichtendienst der deutschen Bundeswehr in Berlin und kommt ursprünglich aus der Erfurter-Gegend, in die er uns auch sehr herzlich eingeladen hat. Der arme Kerl ist nach wie vor SPD-Mitglied und (verständlicherweise) seit einigen Jahren sehr frustriert über den Zustand seiner Partei (und Dabeibleiben ist aktuell Masochismus). Da er wie Armin Geschichte studiert hat, haben die beiden gleich viel zu bereden. :-)

Am Nachmittag besuchen wir nochmal unsere Elefanten und reiten mit ihnen ein kleines Stück in den Dschungel bevor sie von ihren Mahouts zu ihren Rastplätzen gebracht werden. Dieses Bild zeigt die Vertrautheit zwischen Mahout und Elefant wohl am besten. :-)

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

Für uns geht es jetzt mit Touristenprogramm weiter und wir werden mit dem Boot flussaufwärts zum Tad Sae Wasserfall gebracht. Dieses Gebiet ist touristisch weit mehr ausgeschlachtet als der Kuang Si Wasserfall, den wir am Freitag besucht haben. Hier wurde nämlich kein Nationalpark errichtet, daher befinden sich Verkaufsstände, Cafés, Restaurants sowie ein Kletterpark mit Zipline direkt bei den Becken des Wasserfalls. Auch gibt es dort Elefanten, allerdings werden sie hier mit Korb beritten.

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Wir bekommen eine Stunde Freizeit und ich will natürlich schwimmen gehen. Ich werde nun Zeuge eines Wunders. Armin begibt sich mit ins Wasser! :-) Äußerst zögerlich und mit teilweise schmerzverzehrtem Gesicht (weil ja sooo kalt) wagt er sich langsam aber doch ins kühle Nass. Sehr tapfer, denn das Wasser ist um einiges frischer als ich es vom Freitag in Erinnerung habe. :D Wir verbringen wieder eine wunderbare Zeit in diesem schönen türkisen Gewässer.

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Am Abend genehmigen wir uns dann eine Flasche Wein im Camp in einem der wunderschönen gemütlichen Bungalows direkt über dem Fluss. Die Aussicht ist herrlich und wir können wunderbar entspannen. Natürlich bekommen wir auch tierischen Besuch und wir dürfen mit den Camp-Katzen Freundschaft schließen.

Weltreise Worldtrip Elephant Village Laos Luang Prabang Elefanten Wasserfall Tad Sae Waterfall

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Nach dem Abendessen geht es mit Taschenlampe ausgerüstet wieder zurück durch den Dschungel in unsere Unterkunft. Wir merken, dass wir hier etwas höher liegen als Luang Prabang, denn in der Nacht kühlt es hier deutlich ab. Die dicken Decken werden hier definitiv benötigt und ich sehne mich kurz nach der Heizdecke in Lijiang. Aber glücklicherweise ist Armin auch ein Mann der Taten und so schiebt er unsere zwei Einzelbette einfach wieder zusammen. Beim Kuscheln wird einem ja auch warm. :-) Und so freuen wir uns schon, morgen wieder unsere geliebten Elefanten zu treffen.

Comments


12.02.2018

Genial!!!!!

Siko 12.02.2018

Imposante Tiere.

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